HSG spielt gegen den Trainer

24.12.2019

Zum Abschluss des Jahres stand die Weihnachtsfeier der Herren eins auf dem Programm. Nach dem kuriosen Punktgewinn gegen die TGB aus Darmstadt war die Stimmung in der Darmstädter Halle schon bestens. Nachdem alle Spieler frisch gemacht waren, wurde die Mannschaft von einem Partybus eingesammelt. Mit guter Laune, lauter Musik und Discolicht fuhren die Spieler der HSG ihre Runden durch Darmstadt und zogen so nicht wenige Blicke auf sich. Der Bus im Design eines amerikanischen Schulbusses alleine ist schon einen Hingucker wert, wenn die Mannschaft an jeder Kreuzung jedoch lautstark skandierten, dass die „Bräuschter“ unterwegs sind, war man sich der Aufmerksamkeit sicher.



Da der Trainer Olaf Kühnel aus Frankfurt kommt, wurde im Vorfeld beschlossen, ihm ein Stück Darmstädter Kultur nahe zu bringen. Ein Stopp auf ein Getränk in der Kult-Kneipe Herkules musste mit eingeplant werden. Auch hier war das Publikum beeindruckt von der Art der Reise der HSGler.

Nach einer Stunde Rundreise durch Darmstadt ließ sich die Mannschaft an die heimische Halle in Braunshardt kutschieren. Hier angekommen warteten kühle Getränke und heiße Pizza auf die Spieler.

Nach der Stärkung folgte der nächste Programmpunkt. Im Stile einer bekannten Fernsehsendung lud die Mannschaft ihren Trainer zu dem Spiel „Schlag den Coach“ ein. In 14 zufällig gezogenen Minispielen musste sich Coach Kühnel gegen jeden einzelnen Spieler in Geschicklichkeit, Sport oder Handballfachwissen beweisen. Hat er noch die Kontrolle über die Mannschaft oder spielt sie heute gegen ihn? Diese Frage galt es, zu klären.

Ganz alleine sollte der Trainer allerdings nicht sein, bekam er drei Joker an die Hand gereicht. Zweimal durfte er behaupten, er ist „doch nicht der Mannschaftsverantwortliche“, in dem Falle sprang Günther Heinrich für ihn ein. Ein anderer Joker lautete „Macht euern Scheiß doch alleine“, mit welchem er sich einen Spieler aussuchen durfte, der für ihn eine Runde spielte.

Gleich zu Beginn zeigte Kühnel, dass er nichts anbrennen lassen wollte. Im Spiel „Die Luft ist raus“ galt es, einen Luftballon durch aufpusten zum Platzen zu bringen. Diesen Punkt sicherte er sich souverän gegen Matthias Schumacher.

Im zweiten Spiel „Geschichten aus dem Paulanergarten“ ging es darum, außergewöhnliche Geschichten der Mannschaft zwischen tatsächlich passiert und erfunden zu unterscheiden. Hier ging David Pawlus aufs Ganze und holte die ersten Punkte für das Team. Im weiteren Verlauf konnte sich Kühnel sicher bei den Spielen Wappen von Bundes- und A-Ligisten erraten sowie Entfernungen zu den gegnerischen Sporthallen schätzen gegen seine Mannschaft durchsetzen. Erst beim 7-Meter-Werfen konnten die aktiven Spieler, vertreten durch Julian Behrens die nächsten Punkte sammeln.

Bei den folgenden Spielen, „Der Schiedsrichter hat immer Recht“ und Jenga ließ sich Kühnel vertreten. Aber Heinrich im Regeltest, sowohl Marc Ständner im bekannten Geschicklichkeitsspiel mussten sich der Mannschaft geschlagen geben.



Jetzt nahm der Übungsleiter sein Schicksal wieder selbst in die Hand und lieferte beim Quiz nach „Blamieren oder Kassieren“-Art und Quartern ab. Nach neun Spielen lag der Trainer nun knapp mit 25:20 vorne. Beim anschließenden Basketball-Freiwurf-Werfen setzten sich die Spieler, bei diesem Spiel vertreten durch Jan Heinrich allerdings wieder durch und gingen mit 25:30 in Führung.

Leider wechselte die Führung im Anschluss wieder. Bei dem folgenden Spiel „Rumschrauben“ setzte Kühnel seinen letzten Joker ein und auf die handwerklichen Fähigkeiten seines Co-Trainers. 5 Schrauben galt es aus einem Stück Holz zu schrauben und Heinrich deklassierte in diesem Spiel Christian Flick deutlich. Punkte für den Trainer. 

Beim nächsten Spiel war das Ziel einen Becher Schlagsahne möglichst schnell zu verfestigen. Hier zeigte Enrico Pittaro seine Künste im rechten Handgelenk und ließ seinem Trainer keine Chance. Bevor Kühnel auch nur ansatzweise seine Sahne verfestigte, hatte Pittaro seine schon zu Butter verwandelt. Beim jetzigen Stand von 36:42 hatte die Mannschaft den Matchball in der Hand.

Beim Spiel „Hoch gepokert“ ging es darum, Karten von Ass bis 10 dem Gegenüber abzutrumpfen. Wer die höhere Karte legt, gewinnt die Spielrunde. Leider verzockte sich Oliver Kleikemper für die Mannschaft, sodass Kühnel dank seiner taktischen Fähigkeiten den Matchball abwehren konnte. Mit 49:42 lag er jetzt vorne. Spannender hätte man nicht in das letzte Spiel gehen können. Bei dem Spiel, aus 15 Bechern einen Turm zu stapeln, abzubauen und wieder aufzubauen ging es nicht nur um Geschicklichkeit, sondern auch um Schnelligkeit. Diese wurde dem Trainer aber während des Spiels zum Verhängnis, als sein Turm kurz vor der Vollendung einstürzte. So gewann Leon Marschall dieses Spiel und die Punkte für die Mannschaft. Bei einem Endstand von 49:56 hatte das Team am Ende knapp die Nase vorne und konnte ihren Trainer schlagen. 

Zum Trost bekamen beide Trainer im Anschluss ihre Weihnachtsgeschenke von der Mannschaft überreicht und nach zwei Stunden Aktivität ließen Spieler und Trainer gemeinsam den Abend gemütlich ausklingen. Eine etwas andere Weihnachtsfeier, die allen Beteiligten etwas abforderte und viel Spaß brachte, ging erst in den frühen Morgenstunden zu Ende.

Hoffentlich nimmt die Mannschaft die gute Stimmung mit in die Rückrunde und spielt dort nicht mehr gegen den Trainer um die nächsten Punkte.

 

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