Ilka Fickinger wird HSG-Jugendkoordinatorin

04.11.2011


Vorstellung des Präventionskonzepts zum Kindeswohl

Bei der Jugendtrainersitzung der HSG-Handballer am vergangenen Mittwoch wurde die neue Jugendkoordinatorin Ilka Fickinger, das neu aufgelegte HSG Jugendkonzept ´21 sowie das Präventionskonzept zum Wohl der Kinder und Jugendlichen vorgestellt.


In der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden werden im Jugendbereich 360 Kinder und Jugendliche in mehr als 20 Jugendmannschaften trainiert und betreut. Das HSG Jugendkonzept 2012 startete im Jahr 2007 und wurde seinerzeit von Helmut Lukas und Nicole Strehl entwickelt und auf den Weg gebracht. Kernstück seinerzeit war es, durch eine stärkere individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen eine Verbesserung der Qualität im Trainings- und Spielbetrieb zu erreichen. Über das Jugendkonzept wurde an dieser Stelle mehrfach berichtet und zahlreiche damals auf den Weg gebrachten Eckpfeiler sind immer noch Teil der Aktivitäten. So bietet die HSG den Kindern alle zwei Wochen samstags ein weiteres zusätzliches Stützpunkttraining an, montags findet ein zusätzliches Wurftraining und freitags das Torwarttraining statt, mit dem die handballerische Ausbildung im Jugendbereich noch weiter intensiviert wird. All diese zusätzlichen Maßnahmen sind feste Größen im Trainingsbetrieb der HSG und werden von den Jugendlichen sehr gut angenommen.

Bei der Suche nach einem neuen Jugendkoordinator ist man mit Ilka Fickinger fündig geworden. Mit ihr konnte die HSG eine sehr erfahrene und kompetenteJugendtrainerin für diese wichtige Funktion gewinnen. Ilka Fickinger ist im Besitz der B-Lizenz, seit langen Jahren im Jugendbereich als Trainerin tätig und zudem auch beim Hessischen Handballverband in der Ausbildung der Auswahlspielerinnen und –spieler engagiert. Zusätzlich ist sie selbst aktive Spielerin und verfügt über Oberliga und Regionalliga-Erfahrung.

Von ihr wurde vor rund 30 Jugendtrainern im Gasthaus „Zum Adler“ in Braunshardt der Neustart des HSG Jugendkonzeptes ´21 vorgestellt, dessen konzeptionelle bzw. sportliche Ziele sein sollen:

  • Vereinseinheitliches Trainingskonzept nach den DHB-Trainingskonzeptionen
  • Inhalte des Trainings nicht nur nach Alter sondern auch nach persönlichem Fortschritt gestalten
  • Zielorientierte, übergreifende und kooperative Zusammenarbeit der Trainer
  • Individuelle Förderung ohne die integrierende Funktion des Mannschaftssports zu vernachlässigen
  • Sichtung talentierter Nachwuchsspieler sowie
  • Heranführen und Integrieren der Jugendlichenin die aktiven Mannschaften

Wesentliche Grundlagen für die Umsetzung des Jugendkonzeptes werden die drei Eckpfeiler sein, die aus fachlicher-, methodischer- und sozialer Kompetenz bestehen. Die Umsetzung dieser Ziele wird Ilka in enger Zusammenarbeit mit den 40 Jugendtrainern der HSG sowie einem kleinen Team angehen. Die HSG und auch die neue Jugendkoordinatorin freuen sich auf die konstruktive und konzeptionelle Zusammenarbeit im Interesse der vielen Kinder und Jugendlichen.

Im Rahmen der „sozialen Kompetenz“ wurde an diesem Abend auch das Präventionskonzept durch Anke Bundesmann vorgestellt. Dabei geht es um die Vermeidung von Alkoholmissbrauch, Rauchen/Drogen, Mobbing, Rassismus oder gar um sexuelle Belästigung. Anke Bundesmann ist selbst Mitglied des Jugendvorstandes, als Jugendtrainerin tätig und verfügt über langjährige Erfahrungen im sozialen Bereich. Der Vorstand der HSG hatte beschlossen, sich den Empfehlungen des Landessportbundes Hessen anzuschließen und sich der Thematik „Kindeswohlgefährdung“ präventiv anzunehmen. Dabei geht es um die Vermeidung von Alkoholmissbrauch, Rauchen/Drogen, Mobbing, Rassismus oder gar um sexuelle Belästigung. Das Präventionskonzept ist Bestandteil des HSG Jugendkonzeptes ´21 und soll mit dafür sorgen, dass die jungen Spielerinnen und Spieler nicht nur sportlich bestens in der HSG betreut werden. Ein Baustein ist der von der HSG in Anlehnung an die Empfehlungen des LSB entwickelte „Verhaltenskodex“, in dem sich alle in der HSG im Jugendbereich Tätigen verpflichten, einzugreifen, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Hierzu werden auch gesonderte Schulungsmaßnahmen erfolgen, damit in kritischen Situationen die entsprechenden und richtigen Maßnahmen ergriffen werden können. Ein weiterer Baustein ist die Benennung einer Vertrauensperson, an die sich jede Spielerin und jeder Spieleroder die Eltern wenden kann, wenn es zu Problemen kommt. Der HSG-Vorstand will „Handeln statt Wegschauen“, damit die sportlichen Erfolge auch zukünftig ungetrübt bleiben und die Kinder und Jugendlichen bestens betreut und so auf ein Leben in der Gemeinschaft vorbereitet werden.

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