Kein "echter" Sieg

05.05.2015

Am Dienstagabend trafen die HSG WBW und der TuS Rüsselsheim außerplanmäßig aufeinander. Das Spiel wurde auf den Wochentag verlegt, da die Rüsselsheimer Damen am ursprünglichen Spieltag keine vollständige Mannschaft stellen konnten. Zum neuen Termin erschienen die Gäste zu siebt. Dass solche Spiele jedoch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind, haben die Damen der HSG in Siedelsbrunn gezeigt. Entsprechend waren die Gastgeberinnen vorgewarnt und nahmen sich vor, die Wechselsituation beim Gegner durch hohes Tempo und konsequente Abschlüsse in erster und zweiter Welle auszunutzen.
 
In der Anfangsphase schien das auch zunächst zu gelingen und die Weiterstädterinnen konnten eine 3-Toreführung herausspielen. In den folgenden Mintuen schlossen die Gastgeberinnen jedoch zu inkonsequent ab und ermöglichten durch zu passive Deckungsarbeit den Ausgleich der Gäste. Auch nach der Auszeit des Trainers Günther Kljucevic änderte sich am Abwehrspiel der Weiterstädterinnen zu wenig. Ein ums andere mal stimmten die Absprachen nicht, was die Gäste konsequent bestraften. Mit 2 Toren Rückstand ging es für die HSG in die Pause (11:13).
 
Auch in der zweiten Hälfte waren es zunächst die Rüsselsheimer, die besser ins Spiel kamen. Gewann die HSG den Ball in der Abwehr, verlor sie ihn wiederholt in der Vorwärtsbewegung. Die Gäste hingegegen verwandelten ihre Chancen und spielten ihrerseits einen Vorsprung von fünf Toren heraus. Dann jedoch spielte eine Verletzung auf Seiten der Gäste der HSG WBW in die Karten. Die Rüsselheimer konnten die verletzte Spielerin nicht ersetzen und waren gewzungen, mehrere Minuten in Unterzahl zu spielen. Die HSG nahm zwei der Rüsselsheimer Spielerinnen in Manndeckung und provozierte dadurch Ballverluste und schwache Abschlüsse. Erst, als die HSG den Ausgleich erzielte (22:22) konnten die Gäste wieder vollzählig auf dem Feld stehen. Die Abschlussphase gestaltete sich ausgeglichen - die Gäste kämpften sich ins Spiel zurück und gingen wieder mit einem Tor in Führung. Das nötige Quentchen Glück blieb jedoch am Ende den Gastgeberinnen vorbehalten. Dank zwei starken Paraden der Weiterstädter Torfrau Sonja Knell konnte die HSG die Führung von 26:25 am Ende über die Zeit retten. Auch wenn die zwei Punkte nun auf dem Konto der HSG sind, ist es doch ein Sieg mit fadem Beigeschmack. 
Am kommenden Wochenende müssen die Damen der HSG WBW in Egelsbach ran - dann hoffentlich wieder spielfreudiger, stärker und konzentrierter und abschließend mit einem verdienten Sieg im Gepäck. 
 
Für die HSG WBW spielten:
Sonja Knell (Tor) - Jennifer Hahn, Svenja Nilson (3), Monika Stachowiak (4/3), Anna Dabraio (1), Alessa Zimmer (3), Nadine Eilers (5), Janina Diefenbach (2), Evelyn Gräbener (4), Naima Volz (4) und Nina Klaus
 

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