Hauchdünner Sieg im Spitzenspiel

01.11.2015

Deutlich ersatzgeschwächt hatten die Damen der HSG WBW die TGB Darmstadt zu Gast. Während die Gäste auf eine vollbesetzte Bank zurückgreifen konnten, mussten die Gastgeberinnen mit Tanja Storck, Jennifer Hahn, Janina Diefenbach, Nadine Eilers und Anna Dabraio gleich auf fünf Spielerinnen verzichten – zusätzlich zu den ohnehin längerfristig fehlenden Spielerinnen. Nichts desto trotz galt es, an die Mannschaftsleistung der Vorwoche anzuknüpfen und die fehlenden Spielerinnen auf allen Positionen zu kompensieren. Um dies zu ermöglichen, unterstütze Anita Keller, langjährige Spielerin der HSG, die Gastgeberinnen. 

Insbesondere in der Abwehr nahm man sich vor, die rückraumstarken Bessunger früh zu stören und dadurch einfache Tore zu verhindern. Dies gelang in der Anfangsphase gut, oftmals wurden in der Abwehr gewonnene Bälle jedoch in der Vorwärtsbewegung wieder verloren. Technische Fehler auf beiden Seiten hielten das Spiel zunächst offen. Mit zunehmender Spieldauer konnten die Gastgeberinnen die Lücken in der offensiv agierenden 6:0 Abwehr besser nutzen und sich Stück für Stück absetzen. Zu Halbzeit führte die HSG mit 3 Toren – ein Vorsprung, auf dem sich die Gastgeberinnen jedoch nicht ausruhen wollten.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild wie in der ersten – beide Abwehrverbände ließen wenig Tore zu, der Vorsprung der Gastgeberinnen blieb konstant. Als die Damen der HSG jedoch eine Zeitstrafe gegen sich bekamen, verlagerte sich die Dominanz auf dem Feld. Während die Gäste das Tempo erhöhten und Siegeswillen zeigten, wurde das Rückzugsverhalten der Heimmannschaft zunehmend schlechter. Die TGB nutzte diese Schwächephase, startete eine Aufholjagd und ging in der 51. Spielminute verdient in Führung. Die letzte Spielminute war schließlich an Drama kaum zu überbieten: 20 Sekunden vor Schluss konnte die HSG ein Anspiel an den gegnerischen Kreisläufer verhindern und bekam dadurch die Chance auf den Siegtreffer. Mit Torfrau Sonja Knell als siebter Feldspielerin gelang es, in den Schlusssekunden einen Freiwurf zu erzwingen. Diesen parierte die Bessunger Torfrau zwar zunächst, musste sich jedoch in den Schlusssekunden der wachsamen Maike Schröder geschlagen geben, die den Abpraller in den Siegtreffer verwandelte.

Zwar nahm das Spiel gegen den Tabellendritten ein glückliches Ende, eine Schwächephase wie in diesem Spiel dürfen sich die Damen der HSG WBW in der kommenden Woche gegen den TuS Zwingenberg jedoch nicht erlauben.

Für die HSG spielten: Sonja Knell (Tor) – Jennifer Schett (1), Svenja Nilson, Monika Stachowiak (7/2), Alessa Zimmer, Evelyn Gräbener (3), Giulia Keil (2), Maike Schröder (4), Nina Klaus (1), Anita Keller (4) und Mareike Hübner

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