Frauen Oberliga Hessen

27.11.2010

HSG WBW – TSG Eddersheim 31:34 (11:14)

Es hat nicht sollen sein für die HSG WBW, ein ausgeglichenes Punktekonto zu erreichen und damit den Sprung ins Mittelfeld der Tabelle der Oberliga Hessen. Die HSG unterlag nach schwachen Leistungen der TSG Eddersheim, die ihrerseits bei 12:4 Punkten und noch 2 Nachholspielen dem Führungsduo HSG Mörf./Walldorf und Eintr. Böddiger ( je 15:3 Punkte) auf die Pelle rücken könnte. Für die HSG WBW, die ihre erste Heimniederlage in dieser Saison kassierte, beginnt bei derzeit 8:12 Punkten und Platz 8 der Abstiegskampf, denn aller Voraussicht nach werden wieder 4 Mannschaften des Dreizehnerfeldes in die Landesligen absteigen müssen. Doch das Potenzial zum Siegen hat das Team von Trainerin Ute Bendrich allemal, es müsste nur mal wieder abgerufen werden.

„Sie können gar nicht gewinnen, die werfen ja jeden Ball weg“, so der etwas übertriebene Kommentar einer enttäuschten Zuschauerin. Denn die Statistik ergab 39 Ballverluste nach Fehlwürfen, Fehlpässen und technischen Fehlern. Sieben Pfostentreffer, davon drei in der 1. Minute, brachten das Team schnell in Rückstand. Bis zum 9:9 (24.) erzielt durch Linksaußen Julia Ophoff, die eine gute Leistung zeigte, war das Spiel noch offen. Doch dann gelang den durchweg großen, robusten und körperlich überlegenen Gästen ein 3-Tore-Vorsprung bis zur Pause, und zu Beginn der 2. Halbzeit eine 5-Tore-Führung zum 13:18 (36.). Nach dem 18:24 (44.) schien eine Vorentscheidung gefallen, doch die nie aufgebende HSG WBW arbeitete sich wieder auf 23:25 heran (49.). Beide Abwehrreihen hatten in der 2. Halbzeit „Tag der offenen Tür“, so gelang den Gästen vom Main wieder ein Vorsprung zum 23:28 (52.). Beim 26:31 (55.) schien alles gelaufen, doch die HSG kam durch Treffer von Ilka Fickinger, Naima Volz (2), Julia Ophoff und Anika Bork wieder auf 31:33 heran (59.). Die offene Deckung der HSG WBW trug Früchte, mit etwas mehr Glück wäre sogar noch der Ausgleich möglich gewesen. Doch der insgesamt  7. Siebenmeter für die Gäste in der 60. Minute war der endgültige k.o. für die HSG WBW. Die Ursachen für die Niederlage sind vielfältig. Die Abwehr bekam den Angriff der Gäste nie in den Griff, die beiden Außenspielerinnen Jana Schmidt und Jackie Johnson überwanden Torfrau Sabrina Voos nach Belieben, der Rückraum (ohne die verletzte Jutta Neuheiser) mit Elena Stengelin waren im Zweikampf 1:1 den HSG-Spielerinnen überlegen. Hier fehlten die Dauerverletzten abwehrstarken Tina Dammel und Yvonne Hofmann sehr. Der Angriff erzielte zwar 31 Treffer, doch fehlte Trainerin Ute Bendrich mit der privat verhinderten A-Jugendspielerin Celina Schwarzkopf (7 Treffer im letzten Spiel) im Rückraum eine wichtige  Alternative. Ilka Fickinger gelang erst nach 20 Minuten 2 Treffer, als sie vom Rückraum an den Kreis wechselte. Die vielen jungen Spielerinnen sind mit vollem Engagement bei der Sache, benötigen aber dringend Spielpraxis, um den Anschluss an das Team zu finden. So gesehen ist es nur eine Frage der Zeit, bis die HSG wieder in die Erfolgsspur findet.

Spielfilm: 3:5, 5:8, 9:9, 11:14, 13:18, 18:21, 18:24, 23:25, 23:28, 26:31, 31:33, 31:34.

HSG-Treffer: Julia Ophoff 8, Ilka Fickinger 6, Bettina Koszela 5/2, Naima Volz 4, Anika Bork 2, Stefanie Nickel 2, Ricarda Becker 2, Christiane Löffler 2.

Siebenmeter 2/2 – 7/6, Zweiminuten 2 – 5, Zuschauer 60

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