22:21 oder 21:22

16.01.2011

Das war die alles entscheidende Frage am Abend des 16.01.2011 in Königstädten. Wenn es nach den Aufzeichnungen der Gästetrainer, Eltern und der Heimtrainer ginge, hätte die männliche D-2 der HSG WBW mit 22:21 Toren gewonnen. Da es aber nach dem Schiedsrichter geht hatte die JSG Nauheim/Königstädten mit 22:21 Toren gewonnen. Hmm, blöd war, dass der Zeitnehmertisch nicht besetzt war und man selbst nicht daran gedacht hatte seine eigenen, geprüften Zeitnehmer/Sekretäre an den Tisch zu setzen, was auch für uns und andere Teams eine Lehre sein sollte. So notierte eine der drei Trainer/Betreuer auf der Bank der Gastgeber den Spielverlauf. Aber dies alles nutzte nichts. Als letztes gilt immer die Aussage des Schiris. Und da der Gästetrainer seine Aufzeichnung auf dem offiziellen Spielbogen als nicht relevant sah, musste man in den sauren Apfel beißen und trotz des Sieges als Verlierer nach Hause fahren. Das dies bei den Kids und den Eltern nicht gut ankam ist keine Frage.
Aber nun zum Spiel. Nach der Winterpause dachten die Trainer, dass die Kids alles verlernt hatten. So sah es wenigstens im Training aus. Aber die Jungs überraschten dann doch die Fans und die Trainer. Die Jungs waren von Anfang an bei der Sache. Hellwach und gut eingestellt begann ein super Spiel. Mit der Marschrichtung die großgewachsenen 98`er Gegner eng zu decken und damit gar nicht erst in Spielfluss zu bringen kam der Gegner nicht zurecht. Bei dem Gastgeber konnte durch diese Maßnahme kein vernünftiger Spielaufbau geschehen. Lediglich durch Einzelaktionen eines einzelnen Spielers hielt sich Nauheim/Königstädten im Spiel. Immer wieder prellte der Mittelblock dem Gegner fair den Ball raus. Falls unser Spieler doch überwunden wurde half der dahinterstehende Kreisläufer aus und konnte somit dem Angreifer den freien Wurf erschweren. Bei der HSG WBW gibt es keinen Alleinunterhalter und so überzeugten sie durch mannschaftliche Geschlossenheit. Schöne Ballstafetten, 1 gegen 1 Aktionen oder Pässe an den Einlaufenden. All dies war an diesen Sonntagnachmittag bei der „Wilden Horde“ zu sehen. Leider war in Hälfte eins der 1,70 Meter lange Torhüter nicht so oft zu überwinden wie es freie Einwurfmöglichkeiten gab. Sehr zufrieden mit dem Halbzeitstand von 11:9 für die JSG ging es in die Kabine.
Da die Hälfte eins so gut war, erwarteten die Trainer jetzt die sonst übliche Schwächephase der eigenen Mannschaft. Aber sie kam Gott sei Dank nicht. Wie in der ersten Halbzeit standen die Jungs eng am Mann und konnten so den Spielfluss stören. Auch das nicht vorhandene Rückzugverhalten der Gegner wurde mit Kontern bestraft. Hinzu kam das der Gegner den Torhüter wechselte. Dieser doch recht kleine Torhüter, der keinesfalls schlecht war, wurde nun mit hohen Bällen gut überwunden. Sogar Bälle aus der zweiten Reihe fanden den Weg ins Netz. Mit dieser sehr guten Mannschaftsleistung gewann die HSG die Halbzeit zwei mit 13:10 Toren. Das dachten alle. Bis der Schiedsrichter das Ergebnis revidierte. Mit hängenden Köpfen und ein wenig Wut im Bauch, bedankten sich unsere Jungs trotzdem bei dem Gegner für das faire Spiel. Es wurde zwar noch ein wenig diskutiert, aber wie bereits erwähnt, der Schiri hat immer recht. Die Leistung des Schiedsrichters soll hier in keiner Weise geschmälert werden. Es ist menschlich einen Fehler zu machen und ein Kreuz oder Strich auf der falschen Seite dreht ein Ergebnis rasch in die andere Richtung. Leider muss man sagen dass die gegnerischen Trainer kein Rückgrat haben sich in so einem Fall hinzustellen und das Spiel als verloren geben, da die Mannschaft ohnehin nur im Mittelfeld rumdübeln kann. Hier wird den Kindern leider schon früh aufgezeigt dass sich Schiebereien und Unehrlichkeiten lohnen. Hier darf man sich dann auch nicht wundern wenn sich das in anderen Lebenslagen und –phasen fortsetzt.  

Es spielten: Julian S. ( Tor), Roman, Nils, Sascha, Yannik S., Marlon, Julian V., Paul,
Yannik G. und Jan.

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