Starke Raute und talentierte Nachwuchskräfte

13.01.2014

Noch fallen zu viel Gegentore, aber Bezirksoberligist Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden ist im Aufwind

Nach der Hinrunde belegen die Handballer der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden in der Bezirksoberliga Darmstadt mit 15:11 Zählern den sechsten Platz, punktgleich mit der direkt vor ihnen stehenden ESG Erfelden.

„Aber vier Punkte hätten wir schon mehr haben können“, findet Harald Bott. Der Betreuer und Pressesprecher der ersten Mannschaft, in Personalunion auch Vorsitzender der HSG, trauert vor allem den unnötigen Hinrunden-Niederlagen gegen Erfelden (31:34), Rüsselsheim/Bauschheim (29:32) und Crumstadt/Goddelau (32:35) nach. Gegen die vorne liegenden Konkurrenten sahen die jungen WBW-Handballer, im Schnitt erst Anfang zwanzig, dagegen meist sehr gut aus.

Die Zeiten, in denen die HSG-Männer gegen den Abstieg spielten, scheinen vorbei. In der vergangenen Saison durch die Integration von talentierten Nachwuchsspielern aus der eigenen starken Jugend bereits im Aufwind, erreichte das Team von Trainer Bob Daschevski Platz sieben in der Bezirksoberliga und wirkt nun noch gefestigter und eingespielter.

Bis auf Dirk Buschmann, der aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen aufgehört hat, gab es keine Abgänge. Zudem kam mit Sascha Daschevski ein Landesliga-erfahrener Rückraumspieler dazu. Der 24-jährige Trainersohn bildet mit Steffen Holler, Sebastian Bott und dem jungen, 1,95 Meter großen Kreisläufer Daniel Hackeschmidt eine starke Raute im Spiel der HSG. In Marcel Chantré und David Pawlus, beide im vergangenen Jahr mit Björn Birkner und Hackeschmidt aus der A-Jugend in den Erstmannschaftskader gerückt, stehen zudem zwei Torhütertalente zur Verfügung. Und daneben kann Bob Daschevski, der in seiner dritten Saison von Torwarttrainer Felix Beck unterstützt wird, auf weitere Nachwuchs-Kräfte zurückgreifen.

Harald Bott ist daher zuversichtlich, noch ein, zwei Plätze vorrücken zu können bis zum Saisonende: „Allerdings wäre es dafür wichtig, die Abwehrarbeit zu verbessern.“ Noch fallen zu viele Gegentore, wie zuletzt beim 41:41 bei Abstiegskandidat HSG Langen. „Die Jungs müssen abgezockter werden“, meint Bott. Am besten so abgezockt und cool, wie sie sich vor Rundenbeginn für die Vereins-Homepage in Jeans, dunklen Hemden und schwarzen Sonnenbrillen ablichten ließen. Doch hat der HSG-Vorsitzende nicht wirklich Sorge: „Die Spieler sind ja noch jung. Das wird schon.“

Für die kommende Saison haben die meisten bereits ihre Zusage gegeben. „Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft im Kern zusammenbleibt”, kann Harald Bott optimistisch in die Zukunft blicken. Ziel sei dann, vorne anzugreifen und die Spitzenteams ins Wanken zu bringen.

Doch jetzt heißt es erst einmal, einen guten Start in die Rückrunde zu erwischen. Am 18. Januar geht die HSG beim Vorletzten TG Eberstadt als Favorit aufs Feld. Am 26. Januar soll auch zu Hause um 18 Uhr in Braunshardt gegen den Tabellenneunten TuS Griesheim nichts anbrennen. Und am 2. Februar im ersten Kreisderby des neuen Jahres gilt es, bei der ESG Erfelden die Hinrundenniederlage wettzumachen.
HSG WBW: Henrik Reißer, David Pawlus, Sascha Köhler, Matthias Schumacher, Giovanni Sagona, Sven Heilemann, Sascha Daschevski, Daniel Hackeschmidt, Marcel Chantré, Sebastian Bott, Björn Birkner, Chris Remmel, Günther Kljucevic, Björn Schwencke, Steffen Holler, Philipp Huber, Tim Braun, Steffen Halama.

Bericht: Gabi Wesp-Lange

 

 

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