Kampf und Krampf im Odenwald

26.11.2018

Ergebnis: Halbzeit 17:14 / Endstand 28:28 

Vergangenen Sonntag stand der den Herren 1 eine lange Auswärtsfahrt bevor. Bis über die hessische Landesgrenze hinaus nach Birkenau musste man reisen um gegen die HSG Weschnitztal zu spielen. Diese HSG stand als Aufsteiger aus der Bezirksliga B auf dem vorletzten Platz, doch einfach würde es hier bestimmt nicht werden. Coach Olaf Kühnel forderte die eigene Mannschaft auf, mutig und geduldig zu spielen, denn die Odenwälder würden im Abstiegskampf bestimmt auch auf eine harte Spielweise zurückgreifen.

Wie prognostiziert kam es dann auch. Das erste Foul, bei dem Julian Behrens von hinten niedergerungen wurde blieb noch unbestraft. Als Julian in der 4. Minute zum Tempo Gegenstoß ansetzte und der Torhüter der HSG Weschnitztal aus seinem Tor herauseilte und einen Zusammenstoß provozierte, ließen sich die Schiedsrichter aber nicht lange bitten, die rote Karte zu zeigen. Julian Behrens musste leider verletzungsbedingt ausgewechselt werden, ein Weiterspielen war ihm heute nicht mehr möglich. Bei den Gastgebern spielte fortan ein Feldspieler im Tor, da es auf der Bank keinen etatmäßigen Torwart mehr gab. Bis zum 9:13 konnte die HSG aus Weiterstadt dies auch sehr zu ihrem eigenen Vorteil nutzen. Nach einem anschließenden Time-Out der Gastgeber wurde der Kopf allerdings wieder der größte Gegner auf dem Feld. Nachlässiges angreifen und eigene Zeitstrafen luden den Gegner zu einem Lauf ein, aus dem ein 17:14 Halbzeitstand resultierte. Zuviele vergebene Chancen, gerade gegen einen Feldspieler im Tor schmerzten doch.

In der Halbzeitansprache mahnte Trainer Kühnel seine Mannschaft, sich spielerisch auf die eigenen Stärken zu besinnen. Tor um Tor kämpfte sich die Mannschaft heran bis Thiemo Schulz einen 7 Meter zum 20:20 Ausgleich nach 40 Minuten verwandeln konnte. Durch Oliver Schielke ging man sogar erneut in Führung. Luca Vatter brach im Angriff auch immer wieder durch die Abwehr, sodass diese ihn oftmals nur regelwidrig stoppen konnte. Die Folge waren Zeitstrafen und Strafwürfe gegen die HSG Weschnitztal. Die Freude darüber wehrte allerdings nur kurz. Fehlwürfe, gerade von außen, ließen die Gastgeber immer wieder ins Spiel zurückkommen. Das Spiel blieb nun lange Zeit ausgeglichen, auch weil freie Würfe und Strafwürfe nicht ihren Weg ins Tor fanden und so ein absetzen unmöglich machten. In der Abwehr lud man die Rückraumspieler der HSG dem Odenwald wiederholt zu einfachen Toren ein. In der letzten Minute war es heute Leon Marschall, der immerhin den Schlusstreffer zum 28:28 Unentschieden erzielte.

Nun kann man philosophieren, ob man heute einen Punkt gewonnen oder eben verloren hat. Aufgegeben hat die Mannschaft wiedermal nicht und sogar mehrere Rückstände aufgeholt. Anzukreiden ist heute allerdings die mangelnde Chancenverwertung, die gerade gegen einen nicht-etatmäßigen Torhüter hätte besser ausfallen müssen. Durch diesen erreichten Punkt liegt man allerdings so ziemlich in der Mitte der Tabelle und alles in allem ist man dem Saisonziel „frühzeitiger Klassenerhalt“ einen ganz kleinen Schritt nähergekommen.

Am kommenden Wochenende folgt am Sonntag um 17:00 Uhr ein ganz schweres Heimspiel gegen die SKV Mörfelden. Der Aufsteiger möchte diese Saison nur als Zwischenstation auf dem Weg in die Bezirksoberliga nutzen. Hier muss die Konzentration der Spieler 60 Minuten hochgehalten werden, dann kann man jedoch bestimmt den Favoriten etwas ärgern. Lautstarke Unterstützung von den Rängen kommt der Mannschaft hierbei auf alle Fälle zugute.

 

Es spielten (und trafen): David Pawlus und Matthias Schumacher (im Tor), Leon Marschall (6), Thiemo Schulz (6/5), Alexander Claus (3), Luca Vatter (3), Oliver Schielke (3), Sebastian Bott (2), Enrico Pittaro (2), Jan Heinrich (2), Julian Behrens (1), Ole Brand, Christian Flick und Simon Lorenz

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