Walter Klink - 50 Jahre Pressewart

25.03.2019

Eines der am besten gehüteten Geheimnisse rund um die TSG Worfelden ist das Amtsjubiläum von Walter Klink. Seit 50 Jahren ist er Pressewart der Handballabteilung, auch wenn im Verein kaum jemand etwas davon mitbekommen hat.

1954 begann seine Karriere beim TSV Worfelden in der Turnabteilung, im Alter von acht Jahren trat er im Jahr 1958 der Handballabteilung des TSV bei. Im Handball war er insgesamt 30 Jahre aktiv, bis 1968 in den Jugendmannschaften, anschließend bei den Herren. „Für mich war es klar, dass ich zum TSV gehe. Mein Elternhaus war der Hessische Hof, das war gleichzeitig die Heimat des Turnvereins. Damals gab es in Worfelden nur Handball und Radball, daher war es nur logisch, dass ich wie alle anderen Jugendlichen Handball spiele“, erinnert er sich.

Auch seine zweite Leidenschaft, die Musik, lebte er im Spielmannszug aus, kurzzeitig versuchte er sich auch im Radball und zwischen 1968 und 1971 gezwungener Maßen mit Fußball. Denn 1967 gründete sich die SKG Worfelden und etablierte genauso wie der TSV eine Fußballabteilung. „Auf einmal spielten alle Jugendlichen nur noch Fußball und die Handballabteilung wurde kurz darauf dicht gemacht“, so Klink weiter. 1969 wurde der mittlerweile 19-jährige erstmals in den Vorstand des TSV gewählt und übernahm das Amt des Pressewarts für die Handballabteilung. Durch die Auflösung der Handballabteilung machte er dann eben die Pressearbeit für die Fußballer und setzte sich gleichzeitig für die Fusion der beiden Worfelder Sportvereine ein, um die innerörtliche Konkurrenzsituation zu beenden. „Da wurde ich von Vorstandskollegen schon als ‚Totengräber des Vereins‘ bezeichnet, am Ende war dies aber genau richtig“, so der heute 69-jährige im Rückblick auf die Fusion zur TSG im Jahr 1973. Ein Effekt der Fusion war, dass es wieder eine Handballabteilung im Gesamtverein gab, der sich Klink sofort anschloss. Dabei war er sehr darauf bedacht einen Abteilungsnachwuchs aufzubauen und war 1979 beim Aufbau des „Mini-Handballs“ involviert, den er bis 1985 trainierte. 1988 gab er seinen Abschied vom aktiven Handball und spielte dabei noch einmal gegen den TV Großwallstadt, eines der besten deutschen Teams zu dieser Zeit.

Anschließend blieb er den Handballern verbunden, leistete die Pressearbeit und übte mehrere Ämter aus. Als 1. Vorsitzender (1987 bis 1990 und 2009 bis 2018), 2. Vorsitzender (1994 bis 1999) oder Jugendwart (1990 bis 2000) engagierte er sich, gleichzeitig versuchte er immer wieder Höhepunkte für die Aktiven zu schaffen. So holte er 1996 die SG Wallau/Massenheim nach Worfelden, anschließend wirkte er am Aufstieg der Damenmannschaft mit, die zwischen 2001 und 2005 viermal hintereinander die Meisterschaft gewann und 2005 in die Oberliga Hessen aufstieg. 2006 durften die Worfelder Damen gegen Bayer Leverkusen und seine Nationalspielerinnen auflaufen, für ihn ein besonderer Höhepunkt. „Wir wurden immer gefragt, wie wir als so kleiner Verein so eine gute Arbeit leisten können, dass wir in der Oberliga spielen können. Da konnten wir stolz darauf sein“, sagte er. 2009 kam die Fusion mit der SG Weiterstadt und dem TSV Braunshardt zur HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden, deren Vorstand er sich anschloss, zeitweise als kommissarischer Vorsitzender. Nicht verborgen blieb sein Engagement auch dem hessischen Handballverband, der ihn seit 2010 als Mitarbeiter des Bezirks Darmstadt in der Pressearbeit einsetzt.

Und auch heute noch ist Walter Klink immer in der Halle zu finden, auch wenn die Damen der HSG WBW derzeit nach dem Aufstieg in die 3. Liga nicht gerade erfolgreich spielen. Für ihn ist der Handball und die Abteilung eine Herzensangelegenheit, auch wenn er weiß, dass er mit 69 Jahren mehr Handball hinter sich als vor sich hat. „Daher wäre es schön, wenn es jemandem gäbe, den ich in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einarbeiten kann und der das Amt dann irgendwann übernimmt. 50 Jahre Engagement in diesem Bereich sind eine lange Zeit“, so Klink abschließend.

 

 

Quelle: Marc Schüler/Sportpics.de

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